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Am 01.02.2017 ist der World Hijab Day. Unser Anlass zu sagen: #mybodynodiscussion.

Viele sehen im Kopftuch ein Symbol für Unterdrückung. Für Muslimas sind die Beweggründe, ein Kopftuch zu tragen jedoch sehr vielfältig. Wie wird man von seinem Umfeld und der Öffentlichkeit wahrgenommen und behandelt? Der 01. Februar bietet Gelegenheit Antworten zu finden. Und zwar im Selbstversuch oder im Dialog mit kopftuchtragenden Frauen.

Frauen sollten tragen dürfen was sie wollen. Es ist ihr Körper und was sie damit tun, sollte nicht zur öffentlichen Debatte gehören – #mybodynodiscussion.

Mit der Teilname am World Hijab Day kannst du ein Zeichen für Frauenrechte und gegen Islamfeindlichkeit setzen. Und zwar am besten im Selbstexperiment: Trage am 01. Februar ein Kopftuch. Für fünf Minuten, eine Stunde, den ganzen Tag: Egal. Beobachte, wie Du in der Öffentlichkeit wahrgenommen wirst. Es ist egal ob Du Christin, Jüdin, nicht-kopftuchtragende Muslimin, anders oder gar nicht gläubig bist, teilnehmen darf jeder! Mehr Infos auf der offiziellen Website http://www.worldhijabday.com .

Wir laden Dich außerdem zur „Woche der Vielfalt“ am 02. März zu uns ins Haus der Jugend (Museumstr. 7) ein. Hier kannst Du dich mit anderen Teilnehmer_innen und muslimischen Frauen über eure Erfahrungen austauschen.

 

FAQs

 

Um Solidarität zu zeigen und ein Zeichen für Frauenrechte und gegen Islamfeindlichkeit zu setzen. Außerdem bietet er die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und verschiedene Perspektiven für ein aufgeklärtes und friedliches Miteinander zu zeigen.
Du kannst dich natürlich über Soziale Netzwerke und die hashtags #worldhijabday2017 und #mybodynodiscussion solidarisieren. Im Reallife kannst du unsere Veranstaltung „Woche der Vielfalt“ am 02. März besuchen und mehr zum Thema erfahren.
Such dir einfach einen Schal aus oder binde dir ein Kopftuch um und halte deine Erfahrungen als Foto oder Video fest. Komm zu unserer Veranstaltung „Woche der Vielfalt“ am 02. März ins Haus der Jugend, um dich mit anderen auszutauschen.
Die Kopfbedeckung als solches gab es schon lange vor dem Islam und ist auch nicht exklusiv dem Islam zuzuschreiben. Also darf man natürlich auch als Nicht-Muslimin ein Kopftuch tragen. Was eine Kopfbedeckung zu einem „Hijab“ (islamisches Kopftuch) macht ist nicht nur der Stoff, sondern eher das Mindset und die Absicht dahinter.
Die Gründe warum „Frau“ ein Kopftuch trägt sind vielfältig und individuell. Natürlich ist es ein religiöses Gebot, aber jede Frau hat ihre persönlichen Hintergründe und auch ihre eigene Geschichte wie sie dazu gekommen ist. Der Gedanke, der aber bei vielen dahinter steht, ist der Wunsch seine Aufmerksamkeit und die seiner Mitmenschen auf das Innere und den Charakter zu lenken, in dem man das Äußere bedeckt.

« Es gibt keinen Zwang in der Religion » ist der Anfang des 256. Vers der zweiten Sure des Korans.

Entgegen des öffentlichen Bildes vom Hijab und auch mancher praktizierten Traditionen ist es islamisch nicht vertretbar jemanden zum Kopftuch tragen zu zwingen. Dass dies in seltenen Fällen trotzdem passiert, wollen wir nicht leugnen. Es ist jedoch eine von konservativen und traditionellen Umständen geprägte Praktik, die in Kreisen geläufig ist, die ihr Islamverständnis mehr nach Traditionen als an tatsächlicher Theologie richten. Diese Fälle bilden eine Minderheit. Dennoch werden diese oft als Argument gegen die Freiheit tausender Frauen, die freiwillig ein Kopftuch tragen, benutzt.


Es gibt eigentlich kein richtig oder falsch, was die Technik angeht. Was zu beachten ist, ist dass außer dem Gesicht, den Händen und den Füßen alles bedeckt und die Kleidung nicht so figurbetont sein sollte.
Als Mann ist man, was diese Thematik angeht, in einer privilegierten Stellung. Männer und ihre Körper bzw ihre Art sich zu kleiden, stehen kaum zur öffentlichen Debatte. Als Mann kannst du dich jedoch trotzdem am 01. Februar solidarisch zeigen und dich (öffentlich, zb. über Soziale Netzwerke oder in deinem Umfeld) für die Rechte von Frauen aussprechen. Weiterhin bist du natürlich auch zu unserer Veranstaltung „Woche der Vielfalt“ am 02. März eingeladen um dich und deine Mitmenschen der Problematik gegenüber zu sensibilisieren.